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Solar-Branche in Sachsen-Anhalt – Die Uhr tickt!

auf 21. März 2012

In Sachsen-Anhalt gilt die Solar-Branche nicht nur als eine Branche für zukunftsweisende Technologie und Umweltbewusstsein – nein, hier ist auch der Arbeitsplatz vieler Menschen von Solar und Photovoltaik abhängig.

Ein Wolkenhimmel

Düstere Aussichten - bei Umsetzung der geplanten Kürzungen zur Solarförderung könnte bald die Sonne über Sachsen-Anhalt aufhören zu scheinen.

2004 gab es in Sachsen-Anhalt noch ca. 20% Arbeitslose. Damit galt Sachsen-Anhalt als die Region mit der höchsten Arbeitslosigkeit in der gesamten EU.  Heute, 8 Jahre später, ist die Arbeitslosenzahl in Sachsen Anhalt auf durchschnittlich ca. 12% gesunken und gilt schon lange nicht mehr als ‘Brennpunkt in Europa’. Ein Grund dafür ist sicherlich auch der starke Boom des Photovoltaik-Marktes und damit der Solar-Branche. Erst im letzten Jahr wurde ein Rekord-Wachstum von 40% weltweit erreicht. Davon entspringen über 70% auf Photovoltaik-Länder wie Deutschland, China und die USA.

Sicherlich ist die beeindruckende Entwicklung von Photovoltaik in Deutschland nicht alleiniger Grund für die Verbesserung der Arbeitslosenquote in Sachsen-Anhalt. Dennoch schaffte die wachsende Photovoltaik-Industrie in Sachsen-Anhalt viele Arbeitsplätze. Arbeitsplätze die nun in Gefahr sind. Eine Gefahr ausgehend von der aktuellen Bundesregierung und in vorderster Front Bundeswirtschaftsminister Phillip Rösler (FDP) der mit seinen geplanten Kürzungen zur Solarförderung eine ganze Branche wie ein Erdbeben der Stärke 8 erschüttert.

Vom Gewinner zum Verlierer

Mit den geplanten Kürzungen zur Solarförderung befürchten Experten an der Börse, aus dem Branchenverband und natürlich die Mitarbeiter und Anbieter von Photovoltaikanlagen in Sachsen-Anhalt einen starken Rückgang des Zubaus von PV-Anlagen. Damit einhergehend werden einige Hersteller und Dienstleister ebenfalls ins Schwanken geraten. Die Gefahr vom Verlust vieler Arbeitsplätze in Sachsen-Anhalt ist somit keine Schreckens-Szenario  sondern purer Ernst. Und genau aus diesem Grund fordern viele der Mitarbeiter aus der Solar-Branche nun vom Ministerpräsident Rainer Haelhoff (CDU) einen deutlichen Schritt vorwärts in Richtung Bundesregierung um den Unmut und die Ängste der Bürger aus Sachsen-Anhalt in Berlin zum Ausdruck zu bringen.

Im Rathaus von Wolfen (Sachsen-Anhalt, Hauptsitz von Q-Cells – einer der weltweit führenden Anbieter für Photovoltaiklösungen) versammelten sich über 1000 Zuhörer. Deutlich wird die gemeinsame Empörung der Bürger und des Ministerpräsidenten über die geplanten Kürzungen zur Solarförderung. Er fordert: “Wir brauchen eine langfristige Lösung – Betriebe, Land und Menschen brauchen Planungssicherheit” und versprach den Beifall klatschenden Zuhörern in Berlin “Klartext” zu reden. Vielleicht die letzte Chance Sachsen-Anhalt weg von dem Weg wieder in Richtung 2004 zu bringen, ein Jahr in dem hier die EU-weit höchste Arbeitslosenquote herrschte!


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