Könnte Photovoltaik bald günstiger sein als Heizöl? Nach Aussagen Berliner Wissenschaftler ‘ja’, wie beim 8. Erfurter Technologie-Dialog zu hören war.
Beim 8. Erfurter Technologie-Dialog war auch Volker Quaschning zu Gast, Professor für regenerative Energiesysteme mit Lehrstuhl an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin. In einem Bericht der Ostthüringer Zeitung (OTZ) legt Quaschning die Argumente dar, warum Photovoltaik bald eine kostengünstigere Alternative zum Heizöl darstellen könnte. Nach seinen Aussagen wäre diese bei einer weiteren Preisentwicklung wie bisher möglich: sinkende Kosten für Photovoltaikanlagen und die Preise für fossile Energieträger steigen weiter nach oben. Aufgrund der wachsenden Anzahl an Photovoltaikanlagen in Deutschland kann an einem sonnigen Tag schon durchaus ein erheblicher Teil des Stroms im Netz aus Photovoltaik gewonnen werden. So wurden zum Beispiel an dem sonnigen Pfingstwochenende diesen Jahres bereits 40% des Netzstroms aus Photovoltaik erzeugt.
Das macht Photovoltaik für Immobilienbesitzer immer interessanter, trotz der anlaufenden Diskussionen über eine Kürzung der Solarförderung. Wie verschiedene Institute und Unternehmen ermittelt haben, lohnt sich Photovoltaik noch immer. Und mit sinkenden Kosten für die Installation der Photovoltaikanlagen wächst auch die Rendite der Anlagen. Mit rund 18,5 Cent pro Kilowattstunde können heute Eigenheimbesitzer ihr Strom billiger erzeugen, als er im Netz angeboten wird. Um den Preisvorteil nutzen zu können, müssten sie den Strom lediglich selbst verbrauchen. Und das könnte durch die Marktreife der Energiespeicher bald möglich sein. Erste Hersteller planen bereits die Massenproduktion von Lithium-Ion-Batterien für ein autarkes Energiesystem im Eigenheim.
Thüringen möchte Vorbild sein
Über die Aussagen, Solaranlagen könnten in rund 20 Jahren bereits 20% des gesamten Strombedarfs decken, freut sich Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD). Er sieht in der Vision die Stichworte Solar und Städte zusammenzubringen besonders für die Städte ein enormes Potenzial, denn gerade der Trend das immer mehr Menschen in Städten leben möchten, kann hier zu Nutze gemacht werden. Warum nicht dort den Strom erzeugen, wo er benötigt wird? Natürlich muss aber auch hier gesagt werden, dass eine etablierte Energiespeicherung dringend notwendig ist den erzeugten Strom bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen. Machnig und Quaschning sind überzeugt, dass Photovoltaik eine Leitbranche ist und auch in Thüringen die Industrie weiter ankurbeln kann und die Thüringer aktiv an der Energiewende beitragen. Und mit Blick auf die zukünftigen technischen Entwicklungen, die aktuellen Preisentwicklungen und der wachsenden Strebsamkeit der Bevölkerung aktiv an der Energiewende mitzuwirken liegen sie dabei sicher ganz richtig.
Weitere Informationen bietet das Thüringer Photovoltaik-Unternehmen Green Demand.
